Autoput Fahrbericht Österreich - Slowenien - Kroatien Serbien - Mazedonien - Griechenland 

Hinfahrt 05.2004 Rückfahrt 06.2004

Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex - Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann wieder wie früher benutzt werden.

Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem Autoput, sowohl positiv wie negativ, in möglichst ausführlicher Form an mich mailen würden, damit ich sie hier veröffentlichen kann.

Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst erstellen mit dem Michelin Routenplaner


Autor: stefan.mosch@web.de
Datum: 06.06.2004

Hinfahrt Mai 2004 DE - GR, 

Wir (meine Frau, unsere 3-jährige Tochter, der Hund und ich) waren unterwegs in einem  Mercedes PKW-Kombi XXL (Ex-Krankenwagen mit 3 Schlafplätzen). Wir haben unterwegs im Auto geschlafen und kein Hotel benötigt, daher habe ich auch keinerlei Daten über Hotels.

Auf der Hinfahrt sind wir nachts noch bis Kroatien auf der Autobahn gefahren, und haben dort auf der ersten Raststätte genächtigt. An der Raststätte parkten auch zirka 25 Lastwagen sowie diverse Pkws. Von 01:00 Uhr bis 06:00 Uhr waren Raststätte und Tankstelle geschlossen, die komplette Rastanlage war aber die ganze Nacht sehr gut ausgeleuchtet und machte einen sehr sicheren Eindruck. Am nächsten Tag um 08:00 Uhr früh haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, und haben schon abends um 23:30 Uhr in Kavala  Griechenland am Strand genächtigt.

Rückfahrt Juni 2004 GR - DE

Auf der Rückfahrt sind wir erst um 19:00 Uhr aus Alexandroupolis weggekommen. Wir sind dann noch bis nach Evzoni zur griechischen Grenze gefahren. 500 m vor der Grenze ist eine BP-Tankstelle mit sehr großem Parkplatz, wo wir uns um Mitternacht zum Schlafen legten. Die Tankstelle schloss auch um Mitternacht ihre Pforten, öffnete aber Morgens um 06:00 Uhr wieder. Der Parkplatz war auch ausgeleuchtet, und wir hatten zu keiner Zeit einen unsicheren Eindruck.
Am nächsten Tag um 07:30 Uhr Abfahrt in Richtung Germania. Gegen 21:00 Uhr haben wir die österreichische Grenze erreicht, und sind dann noch bis zur Wiener Neustadt gefahren, um bei Bekannten zu nächtigen.

An Autobahngebühren (PKW-Tarif) bezahlten wir folgendes (jeweils einfache Fahrt):
Österreich BAB-Gebühr (Vignette)

7,60 €

Österreich Tunnel (Passau - Graz) 

12,00 €

Slowenien BAB-Gebühr

0,80 €

Kroatien BAB-Gebühr 14,00 €
Yugoslawien BAB-Gebühr 1350,- YUD 20,00 €
Makedonien BAB-Gebühr 4,00 €

Die Dieselpreise im Mai: Deutschland:0,95 €, Österreich:0,88 €, Slowenien:???, Kroatien:0,89 €, Yugoslawien:42 YUD
(0,60€), Makedonien: 0,65 €

In allen Ländern außer in Yugoslawien haben wir mit Euro bezahlt. In Yugoslawien haben wir direkt an der Grenze mit einem Prozent Bearbeitungsgebühr jeweils 60 € gewechselt. Dies war ausreichend, um den Dieseltank zu füllen, und um die Autobahngebühr zu bezahlen.

Die Fahrstrecken in km  und die Fahrzeit für die einzelnen Länder (bei Fahrt über Passau und Graz):
Land Entfernung Fahrzeit Straßenbeschaffenheit
Österreich zirka 300  km zirka 3 Stunden nur Autobahn
Slowenien zirka 50 km zirka 45 Minuten 10km Autobahn und 40 km  Landstraße
Kroatien zirka 355 km zirka 4,5 Stunden 300 km Autobahn und 55 km Landstraße
Serbien zirka 500 km zirka 6 Stunden 350 km Autobahn und 150 km Landstraße
Makedonien zirka 170 km zirka 2 Stunden 85 km Autobahn und 85 km Landstraße
Gesamtjugoslawien zirka 1075 km zirka 13 Stunden 745 km Autobahn und 330 km Landstraße

Für Makedonien, Yugoslawien und Kroatien bleibt festzuhalten: UNBEDINGT an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten, da dauernd und überall  Radarmessungen vorgenommen werden. Wir hatten keine einzige Verkehrskontrolle durchzustehen und mussten auch keine einzige Strafe bezahlen (wohl aber viele der Fahrzeuge, die uns überholt hatten).
 
Die Grenzübertritte in die einzelnen Länder waren allesamt ohne lästige Fahrzeugkontrollen, nur Pass- und Gesichtskontrollen sowie ohne größere Wartezeiten an den Grenzen, d.h. dass wir überall innerhalb von 20 min. die Grenzformalitäten hinter uns hatten.
Alle Grenzer, auch die Jugos, waren unbeteiligt bis freundlich, aber nie unfreundlich.

Für die Streckenplanung und für Reiseinformationen sei an dieser Stelle der ADAC genannt, der sowohl die Spritpreise als auch die anderen Gebühren ziemlich genau vorhersagte. 
Für Sicherheitsinformationen bitte das Auswärtige Amt anklicken, und die einzelnen Länder aufrufen. Wir sind wegen der Sicherheitswarnungen in Yugoslawien und Makedonien nur tagsüber gefahren. Wir hatten aber niemals während der ganzen Reise ein schlechtes bzw. unsicheres Gefühl bezüglich unserer persönlichen Sicherheit. (Außer auf der Fährfahrt Samothraki - Alex/poli mit der Arsinoi, nachdem wir gehört bzw. selbst miterlebt hatten, was der neue Kapitän der Fähre mit diesem Schiff schon alles angestellt hatte).

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