Autoput Fahrbericht Österreich - Slowenien - Kroatien Serbien - Mazedonien - Griechenland 

Hinfahrt 07.2004 Rückfahrt über Brindisi 07.2004

Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex - Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann wieder wie früher benutzt werden.

Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem Autoput, sowohl positiv wie negativ, in möglichst ausführlicher Form an mich mailen würden, damit ich sie hier veröffentlichen kann.

Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst erstellen mit dem Michelin Routenplaner


Autor: Ralf Reitze
Datum: 25.07.2004

Ich habe im Juli 2004 auch auf die Reise gemacht und den Autoput über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien nach Griechenland befahren.
Kurz vor unserer Reise hörten wir von dem Riesenstau in Serbien, von dem wir 2 Tage später aber nur noch einen Haufen Müll mitbekommen haben.
Von der Reise selber kann ich nur sagen, dass sie außer durch Serbien problemlos und reibungslos ablief.
In Serbien selber hatten wir mehrmals das Gefühl abgezockt zu werden!
Insgesamt betrug unsere Mautpflicht bei einem Campingbus (T3 mit festem Hochdach) über 100 Euro. Wir sind mit Bekannten gefahren (auch Bus T4 ohne Hochdach) die teilweise andere Beträge an den Mautstellen bezahlten!!
Auf die Frage wieso wir soviel bezahlen müssen, kam nur die lakonische Antwort "Bus". Auf einem teilweise angebrachten Schild waren die Preise ab und zu ersichtlich - aha wir wurden wie ein Reisebus berechnet. Auf der letzten Mautstelle die kurz (20km) auf die Vorletzte folgte, fragte ich wofür wir jetzt noch mal 18 Euro bezahlen sollten. Wir wurden auf die folgenden "tollen" Autobahnkilometer hingewiesen, die sich als fürchterliche, 100 km dauernde schlaglochübersähte Holperstrecke erwies, bei der bei etwa 40 Kilometern der Belag fehlte. Nachdem es angefangen hatte zu regnen, konnte man etwa 40km/h schnell fahren.
Die Grenze nach Mazedonien war von unfreundlichen Zöllnern belebt, die im Schneckentempo die Autos abfertigten (20 Autos in einer Stunde).
Auch unser kurzer gastronomischer Ausflug mit 2 Platten Cevapcici und Salat mit Pommes Frites, Trinken für ca. 4 Erwachsene und 5 Kindern fiel mit 60 Euro relativ hoch aus, wer fragt bei so einem kulinarischen Mahl schon nach der Karte.
Auch unerfreulich unsere Begegnung mit Polizisten die uns vorwarfen rechts überholt zu haben, nach einer halben Stunde Diskussion und einer Strafe von 200 Euro die auf 21 Euro herabgedrückt werden konnte, durften wir weiterfahren.
Alle waren nicht unbedingt unfreundlich, man hatte nur das Gefühl an Reparationszahlungen teilzunehmen und als Tourist uninteressant zu sein, Abzocke hoch 10.

Für die Rückfahrt nahmen wir uns ein Schiff von Igoumenitsa nach Brindisi, für das wir 120 Euro bezahlten, aber unsere Ruhe hatten und noch einen Abstecher nach Pompeij machen konnten.
Für mich heißt es aber in Zukunft NIE wieder nach Serbien und entspannt durch Italien und mit dem Schiff nach Griechenland.
Was ich nicht verstehe ist die Art und Weise der Serben Urlauber zu vergraulen. In Mazedonien, Kroatien, Slowenien waren alle freundlicher, der Mautbetrag nachvollziehbar und alles entspannter.

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