Autoput Fahrbericht Griechenland - Mazedonien - Serbien Kroatien - Slowenien - Österreich22.02.2005
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| Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein
erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen
Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex -
Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann
wieder wie früher benutzt werden. Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem Autoput, sowohl positiv wie negativ, in möglichst ausführlicher Form an mich mailen würden, damit ich sie hier veröffentlichen kann. Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst
erstellen mit dem Michelin
Routenplaner |
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Autor: Ralf Scheel
Datum: 14.04.2005
Fahrt von Samothraki nach Österreich 21.02.2005 bis 24.02.2005
Es hatte gerade ein paar Wochen zuvor heftigst geschneit
in Griechenland. Deshalb nahm ich mir für die Tour nach Deutschland erstens
sehr viel Zeit, und zweitens sicherheitshalber die Schneeketten mit. Kurz
vor der griechischen Grenze übernachteten wir in Polikastro. Morgens holten
wir noch ein paar frische Backwaren vom Bäcker und ab ging es zur Grenze
nach Evzoni. Kurz vor der Grenze noch einmal randvoll tanken und schon waren
wir 5 Minuten später am Kontrollpunkt. Sicherheitshalber hatte ich schon
alle Papiere zusammen: Reisepässe, Fahrzeugschein, grüne
Versicherungskarte. Der Grenzer sah sich alles an und sagte dann, dass die
grüne Versicherungskarte gar nicht ausgefüllt ist, und somit auch nicht
gültig wäre. Na toll, damit fuhren wir schon dreimal durch Jugoslawien und
keiner hat etwas bemerkt. Er sagte mir, ich solle die Karte mit dem Namen
und den Fahrzeugdaten versehen und schon wäre alles in Ordnung. Da wir das
einzige Auto an der Grenze waren, habe ich das natürlich auf der Stelle
erledigt und weiter ging die Fahrt. Nur wenige Meter nach dem griechischen
Kontrollpunkt kommt der Duty Free Shop. Nicht das es mich nach billigem
Schnaps und Zigaretten drängt, aber 2 Liter Ouzo Nr. 12 für 6,-Euro ist
ein echtes Geschenk für manchen Ouzoliebhaber.
An der mazedonischen Grenze war genauso wenig los, dementsprechend zügig
ging es weiter. Das Wetter war gut, und die Straßen frei und trocken. Auf
den Bergen lag nach ein wenig Schnee. Auf der ganzen Fahrt durch Serbien und
Kroatien gab es keine Schwierigkeiten. Ich wollte gerne in Slowenien oder
Österreich übernachten, doch kurz vor Zagreb fing es dann an zu schneien.
Mittlerweile war es dunkel. Wir schafften noch die slowenische Grenze, doch
dann wurde der Straßenzustand immer schlechter. Dicke Schneeflocken
behinderten die Sicht, auf der Straße lag mindestens 5 Zentimeter Schnee.
Bei mehr als 50 km/h fing das Auto trotz Winterreifen an instabil zu werden.
Großen Reisebussen ging es scheinbar nicht so, sie überholten mit fast
doppelter Geschwindigkeit und schmissen uns den Matsch auf die Scheibe. Ich
war froh, dass ich in Otocec direkt an der Landstraße auf einem Hügel ein
Hotel sah. Das Sporthotel Otocec mit angeschlossenem Restaurant. Das
billigste Doppelzimmer kostete 52,- € mit Frühstück. Egal, weiter
ging es sowieso nicht. Wir kamen mit dem Auto noch nicht einmal mehr den
Hügel rauf, und mussten unser Gepäck zu Fuß durch mittlerweile 10cm hohen
Schnee tragen. Freudig überrascht waren wir vom Restaurant. Sehr gutes
Essen, sehr gutes Ambiente und sehr günstige Preise. Auch das
Frühstücksbuffet am nächsten Morgen war sehr ordentlich.
Die Sonne strahlte, die Straßen waren mittlerweile geräumt und gut
gesalzen, es gab keine weiteren Probleme bis zu unserem Ziel in der Nähe
von Ingolstadt.
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