Autoput
Fahrbericht Griechenland - Mazedonien -Serbien - Kroatien - Slowenien

Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex - Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann wieder wie früher benutzt werden.

Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem Autoput, sowohl positiv wie negativ, in möglichst ausführlicher Form an mich mailen würden, damit ich sie hier veröffentlichen kann.

Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst erstellen mit dem Michelin Routenplaner

Autor: yosh per e-mail vom 07.09.2005

Fahrt von Deutschland nach Hatay (Türkei) und zurück

Dienstag 19.07.2005
Rückfahrt am Donnerstag 25.08. 2005

Hallo Leute,
ich kann über die Fahrt auf dem Autoput nur positives berichten. Habe außer an den Grenzkontrollen (Bakschisch) auch keine negativen Erfahrungen mir der Polizei gemacht. Das was wirklich störend war, waren die Grenzbeamten die wirklich in ganz (ehem. Jugoslawien) die Hand aufgehalten haben. Wenn man mal nicht so wollte, wurde man dezent auf sein Dachgepäck verwiesen. Was da wohl drin ist und wie lange man doch braucht, um die Sachen herunter zu laden und wieder rauf. Also hat man gerne hier und da einen 5,-€ Schein zugesteckt.

Die Benzinversorgung war auch gut, billigster Sprit in Griechenland (Diesel 83,0 Cent), teuerster in der Türkei 1,20 € (Diesel). Na ja die Strassen im ehem. Jugoslawien sind zwar bedingt gut, man sollte aber bedenken, dass hier und da noch viel an diesen gearbeitet wird. Die besten Autobahnen mit der geringsten Maut (1,10 €) haben die Türken. Von hier ein Lob an die Türkei - alle Autobahnen sind dort vierspurig und TOP. Nur könnten ruhig ein paar mehr Tankstellen auf der Strecke sein, und die LKWs etwas besser beleuchtet. Entweder sieht man sie gar nicht, oder man meint ein Flugzeug fliegt vor einem her. Überhaupt nehmen die Leute das im Süden nicht so ganz ernst mit den Lichtern. Was ich auch hier erwähnen muss, dass die Raststätten in der Türkei wirklich sehr sauber sind und das Essen ziemlich billig. Das die Türkei in solchen Sachen nicht teuer ist, muss ich hier nicht erwähnen, nehme ich an.

Alles in allem kann ich sagen, war die Strecke (immerhin 3.800 km für die einfache Fahrt) ziemlich locker zu fahren. Ich hatte meine Frau und 2 Kinder mit 6 und 7 Jahren dabei. Angehalten haben wir nur zum Schlafen oder um unsere Notdurft zu verrichten. Auf der Hinfahrt waren wir zwar in einem Hotel (50,00 €) in NIS, aber kurz gesagt das hätten wir uns auch sparen können. Es war ziemlich warm und deshalb war auch von Schlafen keine Rede.  Ich bin mit 4 Personen für ca. 700 € hin und zurück, ein Ticket pro Person hätte mich 500,- € gekostet, also Ersparnis = 1300,-€. Dafür sollte man ein paar Strapazen auf sich nehmen. Wir konnten aber dafür immer anhalten um etwa schwimmen zu gehen, oder sich zum Beispiel in Istanbul mal in Ruhe die Stadt zu betrachten.

Ich habe die Reise alleine gemacht, also ohne zweiten PKW oder sonstigem Anhängsel. Wenn man die Augen etwas aufhält und sich nur auf großen Parkplätzen zu Ruhe legt, sollte eigentlich nichts passieren. Um Staus zu umgehen, empfehle ich auch immer eine Landkarte in der Hand zu halten um eventuell auf Nebenstrassen auszuweichen.

Fazit: 
Dies war meine erste Fahrt auf dieser Strecke, aber bestimmt nicht meine letzte.

Gruß
der YOSH

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