Autoput
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Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein
erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen
Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex -
Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann
wieder wie früher benutzt werden.Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem Autoput, sowohl positiv wie negativ, in möglichst ausführlicher Form an mich mailen würden, damit ich sie hier veröffentlichen kann. Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst
erstellen mit dem Michelin
Routenplaner |
Autor: Hans Schörg per e-mail vom 03.09.2005
Fahrt am Mittwoch, den 17.8.2005 um 22.30 nach Griechenland. Vorraussetzung: Keinesfalls am Wochenende oder Freitag fahren. Am 18.8.2005 um 14.00 Uhr nach griechischer Zeit muss ich den Hafen von Volos erreichen damit ich mein Ticket für die Fähre, die um 16.00 Uhr abfahren soll, bekomme. Ich habe vor 3 Wochen telefonisch reserviert, musste aber garantieren 2 Stunden vor Abfahrt der Fähre mich zu melden. Ansonsten würde mein Ticket weiterverkauft werden. Also blieb mir eine Fahrtzeit von 14,5 Stunden die ich unter Berücksichtigung der verschiedenen Probleme aus den Vorjahren locker schaffen wollte. Das Problem starker Regen war bisher unbekannt. Dies sollte ich noch später kennen lernen.
Vorerst habe ich die Autobahnvignette für Ungarn schon am Vortag besorgt, weil in den Vorjahren der Kauf immer an die 30 Minuten Zeit gekostet hat.
Grenze nach Ungarn dieses mal kaum Wartezeit.
Nach 2 Stunden war ich in Budapest. Super Zeit gegenüber dem Vorjahr. Keine Polizeikontrolle bisher. Die Umfahrung Budapest geht zügig. Danach beginnt es stark zu regnen. Trotzdem bin ich ziemlich schnell in Kiskunfelegyhaza da der Belag der Autobahn recht gut ist. Dort endet die Autobahn. In einem Jahr wurde wieder nichts weitergebaut. Die Straße bis zur serbischen Grenze ist katastrophal. Nur Spurrinnen und Schlaglöcher. Dies merkt man erst so richtig wenn das Wasser auf der Straße steht. Aber das erste Mal seit vielen Jahren ohne Strafmandat in Ungarn durchgekommen.
An der Serbischen Grenze keine Wartezeit. Zöllner nett. Kurz nach Subotica das erste Mal ins Radar gefahren. Kostet 20 €, natürlich ohne Ticket. Bei diesem Regen hatte ich keine Polizei erwartet. Also vorerst ans Tempolimit halten und abwarten. Laufend Polizei am Straßenrand trotz starken Regen. Insgesamt 6 Radarmessungen bis Belgrad. Es ist fast nicht möglich so lange genau 100 km/h zu fahren, wenn kein Verkehr ist und die Straße fast nur gerade ist. Dazwischen bei OMV getankt. Korrekt wie immer abgerechnet. Bis Belgrad ca. 250 km genau ans Tempolimit gehalten. Die Autobahn von Novi Sad bis Belgrad ist katastrophal bei Regen zu fahren. Teilweise nur 60 km/h möglich, und das war schon das Limit. Somit war ich um eine halbe Stunde später in Belgrad als geplant. Danach die Autobahn Richtung Nis. Kein Verkehr, keine Kontrollen, aber noch immer strömender Regen. Mein Zeitplan fällt buchstäblich ins Wasser. Die Autobahn endet nach wie vor bei Leskovac, aber danach sind ca. 20 km der Autobahn die bald eröffnet wird, auf einer Seite zu befahren. Hier kann man wieder Zeit gegenüber den Vorjahren aufholen. Es regnet noch immer, aber etwas leichter. Im Morawatal beginnt der Regen aufzuhören, die Sonne kommt etwas durch. Und zum Glück kaum Verkehr, ziemlich schnell bin ich an der mazedonischen Grenze. Durchs Morawatal konnte ich einige Zeit gegenüber dem Vorjahr wettmachen.
An der mazedonischen Grenze war es ca. 10.00 Uhr. Also bleiben mir wegen der Zeitverschiebung noch 3,5 Stunden Zeit bis Volos. Und der Magen knurrt. Also schnell frühstücken am Straßenrand. 15 Minuten, mehr Zeit bleibt nicht. An der Grenze keine Wartezeit, Mazedonien in ca. 2 Stunden durchfahren, keine Polizei, wenig Verkehr. Außer dass an der 2. Mautstelle in Mazedonien immer um 4-5 € betrogen wird, läuft es durch dieses Land super.
An der griechischen Grenze etwas Wartezeit durch etliche Türken, mit denen es immer Verzögerungen gibt. Um 11.45 sind wir in Griechenland. Also noch 1 1/4 Stunden Zeit bis Volos. Wir kamen dann um 30 Minuten zu spät zum Hafen in Volos, unser Ticket war aber noch da.
Wenn der Regen von Budapest bis fast zur serbischen Grenze nicht gewesen währe, hätten wir so an die 13 bis 14 Stunden gebraucht. Durch den Regen waren es 15.00 Stunden, jedoch nur weil es nirgends irgendwelche Verzögerungen gab.
Alles in allem gleich wie die Hinreise. In Mazedonien gab ich bei der Mautstelle, die immer abzockt, genau 2 € ohne zu fragen. Mit murren wurde dies akzeptiert. Bei Vranje war ein schwerer Unfall, es wurde über kleine Bauerndörfer und teilweise fürchterliche Straßen umgeleitet. Aber die Polizei war super organisiert, an jeder Kreuzung wurde der Verkehr geregelt. Ich glaube ich hätte längere Zeit nicht mehr auf die richtige Straße zurückgefunden. Leider kam ich mit meinem Tank nicht mehr bis zur gewünschten OMV Tankstelle ca. 50 km vor Belgrad, somit tankte ich bei Jugopetrol ca. 100 km vor Belgrad. Kann nur sagen sehr unseriös, bin den Tankwart auf den Leim gegangen und wurde um ca. 16 € betrogen. Die Zeit die ich gegenüber der Hinreise wegen des starken Regens wettmachen hätte können, verlor ich durch den Unfall, und dadurch das es ab Nis finster war. Und in der Finsternis kann man zwischen Nis und Belgrad nicht allzu schnell fahren, da es viele Bodenwellen in den Kurven und bei den Brücken gibt. Diese Strecke schafft man am Tag um einiges schneller. An den Grenzen waren auch nach Ungarn und nach Österreich keine Wartezeiten, ich kam auch ohne Strafmandat durch, weil ich mich zwischen Belgrad und Subotica wieder ans Tempolimit hielt. 4 Polizeikontrollen waren dort postiert. Um 13 Uhr fuhren wir in Volos weg, nach 14,5 Stunden waren wir in Korneuburg zu Hause.
Fest steht eines: Vor 15 Jahren waren die Straßen um vieles schlechter, durch Ungarn gab es keine Autobahn, der Autoput endete bei Nis, Mazedonien hatte fast keine Autobahn, der Verkehr war bedeutend mehr ( heute fahren nur mehr Türken mit deutschen KZ, damals waren viele Österreicher und Deutsche unterwegs) und trotzdem war ich immer in 14 Stunden in Volos. Durch die vielen Grenzen und dadurch, dass es viele Polizeikontrollen gibt, verliert man die ganze Zeit die man durch die Autobahnen wettmacht. Alleine von Subotica bis Belgrad verliere ich im Vergleich fast 1 Stunde wegen der Polizei. Aber man erspart sich alles in allem eine schöne Menge Geld wenn man selbst fährt. Abgesehen davon würde ich mir wenn ich fliegen würde einen Leihwagen in Griechenland nehmen. Das alleine macht schon etliches aus. Ich erspare mir durch Selberfahren so an die 1500 €. Und das jedes Jahr. Und das ergibt in vielen Jahren??????!!!!!!!!!!!!
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