Autoput
Fahrbericht Slowenien - Kroatien - Serbien - Mazedonien - Griechenland und zurück

Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex - Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann wieder wie früher benutzt werden.

Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem Autoput, sowohl positiv wie negativ, in möglichst ausführlicher Form an mich mailen würden, damit ich sie hier veröffentlichen kann.

Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst erstellen mit dem Michelin Routenplaner

Autor: Ingo Jarasch per e-mail vom 26.09.2005

Montag 26.09.2005 Thessaloniki - Passau

Hallo Webmaster,
schön, dass es diese Seite gibt und schön, dass man vielleicht auch etwas dazu beitragen kann.

Ich kann die zusammengetragenen und sehr aktuellen Details in der Reisebeschreibung vom 01.09.2005 (Autor R. Scheel) im Wesentlichen alle bestätigen, weil ich selbst den Put von Thessaloniki nach Passau gestern
(26.09.2005) gefahren bin.

Mein Beitrag, den ich dazu leisten kann, ist aber leider eher in die Rubrik Unerfreuliches einzuordnen und daher als Warnung für andere zu verstehen. Es geht um folgende zwei Erfahrungen, die ich gestern gemacht habe:

Preiserhöhung Ersatzversicherungskarte für Serbien

Die Ersatz-Grüne Versicherungskarte, welche beispielsweise bei abgelaufener (in meinem Fall 14 Tage) bzw. nicht vorhandener Grüner Versicherungskarte des deutschen Versicherers eingelöst werden muss, kostet mittlerweile sage und schreibe 115,- Euro (letztes Jahr noch 80,- Euro). Es lohnt sich also, die vorhandene Versicherungskarte vor Reiseantritt auf Gültigkeit hin zu überprüfen (auch wenn man eigentlich mit der Fähre fahren wollte ;-) ) oder sich vorsorglich eine Neue ausstellen zu lassen.

Abzocke an Mautstellen in Kroatien

Zum zweiten Mal binnen drei Monaten bin ich an der selben Mautstelle vor Zagreb (Kroatien) um den gleichen Betrag mit ähnlicher Masche gebracht worden bzw. sollte ich gebracht werden.

Beide Male wollte ich den fälligen Mautbetrag in Höhe von 93 Kuna in Euro zahlen. Laut Devisenkurs vom 01.09.2005 entspricht das 13,11 Euro. Jedes Mal wurden aber daraufhin 18,- Euro verlangt. Das ganze lief so ab, dass die Leuchtanzeige des zu entrichtenden Betrages plus offizieller Umrechnung solange verzögert wurde, bis man aus der der Kassenbucht fuhr. Im letzteren Fall wurde sogar die Ausstellung einer Quittung verweigert, da dies eine automatische Kasse sei und es somit "no bill" gibt. Das Erstaunliche daran, obwohl ich durch eigenes Erleben schon vorgewarnt war, war der Druck, die Kassenbox zu verlassen durch die ca. zwanzig hinter einem wartenden Fahrzeuge größer, als nochmals nachzuhaken. Erst mit wiedererlangter Freiheit, aber dann schon mitten im abfließenden Verkehr funktionierte das Hirn dann wieder normal, doch der Weg zur nächsten Ausfahrt ist weit, und das wissen auch die Kassierer. Die dreißig Kilometer hin, und wieder zurück, nehmen dann wohl nur wenige auf sich, wenn ihnen der Beschiss überhaupt auffällt.
Ich hab es dennoch getan und habe in beiden Fällen das zuviel verlangte Geld anstandslos zurückerhalten. Im ersten Fall vom Übeltäter direkt, einschließlich eines etwas gequälten "sorry" und im anderen Fall, eben gestern vom Manager der Mautstation persönlich. Dieser ging kurzer Hand zum nächsten Kassenhaus, holte dort die fünf Euro, drückte sie mir in die Hand, zuckte noch kurz die Achseln und das war's. Welcher von den Kassierern es denn war, hat ihn überhaupt nicht interessiert. Das hinterlässt breiten Spielraum für Mutmaßungen. Auf jeden Fall bin ich schon auf das nächste Mal gespannt, und das wird dann auch sicher anders ablaufen, da für mich jetzt feststeht, dass der beschriebene Ablauf Methode hat.

Ich hoffe, dass durch meine Schilderung andere vorgewarnt werden können und wünsche weiter viel Erfolg mit der Internetseite

Ingo Jarasch

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