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Autoput
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Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein
erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen
Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex -
Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann
wieder wie früher benutzt werden.Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr. Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst
erstellen mit dem
Michelin
Routenplaner |
Autor: Stefan Borchert per e-mail vom 29.06.2006
20.06.2006
ich habe am 20.06.2006 die Rückreise über Thessaloniki => Mazedonien =>
Serbien => Ungarn bis Uelzen in Norddeutschland gemacht.
Ab Thessaloniki sind es ziemlich genau 2090 km. Die Grenzübertritte sind
problemlos. Allerdings wird in Mazedonien wie auch in Serbien die grüne
Versicherungskarte sehr genau kontrolliert.
Aufgrund der Berichte in diesem Forum zum Thema Maut habe ich vorher
versucht, die genauen Berechnungsmodalitäten zu erfahren. Der ADAC hat hier
tatsächlich mal brauchbare Hilfe parat.
Hier findet man die Preise pro Teilstück für PKW, PKW mit Anhänger und
Wohnmobile. Nur mit den genauen Berechnungen ab wann ein Auto ein Wohnmobil
oder LKW ist, wollte der ADAC seine Mitglieder nicht belasten. Das Rätsel
klärte sich dann in Serbien: Das am Automaten gezogene Mautticket zeigte ein
Schaubild. Ist die Unterseite der Windschutzscheibe gleich/oder höher 130
cm, wird das Fahrzeug als LKW berechnet. Somit war mein Volkswagen T4 ein
solcher und ich war für Serbien mit 85 Euro dabei. PKW zahlen ungefähr ein
Drittel. In der Summe passte die Aufstellung des ADAC recht gut.
In Mazedonien entstehen ca. 12 Euro.
Zur Strecke:
Mazedonien und die ersten 200 km in Serbien führen durch tolle Landschaft.
Die Strassen sind "gut" bis "autobahnmäßig" ausgebaut. Baustellen gab es nur
eine in Serbien.
Übernachtungen, Essen:
An der ganzen Strecke kein Problem. Viele Schilder verweisen auf Motels und
Restaurants. Wir haben circa 29 km hinter Belgrad im Ort Besca, auf halbe
Strecke nach Novi Sad im "Hotel sul Centrar" geschlafen und gegessen. Das
Hotel hat ein Werbeschild an der E75 und ist in circa 4 Minuten erreicht. Es
liegt mitten in dem kleinen Ort, kostet für das Doppelzimmer 2200 Din (ca.
26 Euro) ist sehr sauber und sehr gut ausgestattet. Der Besitzer ist ein
wenig stoffelig, spricht aber ein paar Brocken deutsch. Das
Hotelrestaurant ist spitze! Zweimal "mixed Grill" 4 Bier, 4 Slivovitz
und dickes Trinkgeld 17€. Frühstück war dementsprechend. Brötchen, Tee und
Omelett/ Eier.
Tanken:
Kein Problem. Ich habe in Serbien kurz von der ungarischen Grenze getankt.
War zwar nicht nötig, weil mein 1,9 Turbodiesel 1000 km Reichweite hat, aber
bei den Preisen konnte ich nicht widerstehen.
Bezahlen mit Kreditkarte war völlig problemlos.
Fazit:
Aufgrund der immensen serbischen Autobahngebühren für meinen T4 und
der notwendigen Übernachtung plus Diesel ergibt die
Wirtschaftlichkeitsrechnung nur ein kleiner Vorteil für den Autoput. (ca. 60
Euro)
Somit lohnt diese Alternative nur, wenn man wirklich in den Osten
Griechenlands will. Ansonsten erscheint mir die Fähre ab Venedig die
bessere Wahl. Für einen PKW ergibt sich eine deutlich bessere Bilanz.
Sicherheit:
Ich hatte ein subjektiv sehr sicheres Gefühl. Das Auto hab ich am Hotel auf
einem kleinen Hof abgestellt.
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