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Autoput
Fahrbericht Deutschland - Österreich - Ungarn - Rumänien - Bulgarien - Griechenland

Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex - Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann wieder wie früher benutzt werden.

Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr.

Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst erstellen mit dem Michelin Routenplaner

Autor: Stefan Borchert per e-mail vom 29.06.2006

25.05.2006 20.06.2006

Die Hinreise habe ich jetzt übrigens das zweite Mal über Rumänien und Bulgarien gemacht. Ist natürlich einige Kilometer länger, aber kostenmäßig fast identisch.
In Rumänien kann man die Städte Siebenbürgens auf der Reise als Event "mitnehmen". Sibiu und Brasov sind sehr zu empfehlen. Der Grenzübertritt nach Bulgarien ist allerdings zur Zeit immer noch ein wenig nervig und mit insgesamt gut 50 Euro für Transitsteuer, Donaubrückenbenutzung, Desinfektion des Autos, Straßenbenutzung in Bulgarien ( jeweils für Rumänien und Bulgarien) Verwaltungsgebühr und noch zwei Zahlungen, die ich bis heute nicht zuordnen kann (-:, recht teuer.
Aber ein echtes Erlebnis!!! Ach ja, auf bulgarischer Seite muss man dann durch eine 20 Meter Wanne mit einer Desinfektionssuppe fahren.

In Rumänien und Bulgarien sind die Überlandstrassen sehr gut. Die Umfahrungen von Bukarest und Sofia nicht so doll. Hier heißt es immer beide Augen auf die Strasse und nach Schlaggruben (Löcher ist hier nicht das richtige Wort) Ausschau halten. Nebenstrassen besser ganz meiden. Hier kann man Pech haben, dass man für 20 km eine komplette Stunde braucht. Nebenstrassen halt => man fährt besser neben der Strasse!

Hinter Sofia kann man noch das Rila-Kloster anfahren. Weltkulturerbe! Ein echter Hammer!!!!!!!!!


ich habe am 20.06.2006 die Rückreise über Thessaloniki => Mazedonien => Serbien => Ungarn bis Uelzen in Norddeutschland gemacht.
Ab Thessaloniki sind es ziemlich genau 2090 km. Die Grenzübertritte sind problemlos. Allerdings wird in Mazedonien wie auch in Serbien die grüne Versicherungskarte sehr genau kontrolliert.
Aufgrund der Berichte in diesem Forum zum Thema Maut habe ich vorher versucht, die genauen Berechnungsmodalitäten zu erfahren. Der ADAC hat hier tatsächlich mal brauchbare Hilfe parat.
Hier findet man die Preise pro Teilstück für PKW, PKW mit Anhänger und Wohnmobile. Nur mit den genauen Berechnungen ab wann ein Auto ein Wohnmobil oder LKW ist, wollte der ADAC seine Mitglieder nicht belasten. Das Rätsel klärte sich dann in Serbien: Das am Automaten gezogene Mautticket zeigte ein Schaubild. Ist die Unterseite der Windschutzscheibe gleich/oder höher 130 cm, wird das Fahrzeug als LKW berechnet. Somit war mein Volkswagen T4 ein solcher und ich war für Serbien mit 85 Euro dabei. PKW zahlen ungefähr ein Drittel. In der Summe passte die Aufstellung des ADAC recht gut.
In Mazedonien entstehen ca. 12 Euro.

Zur Strecke:
Mazedonien und die ersten 200 km in Serbien führen durch tolle Landschaft. Die Strassen sind "gut" bis "autobahnmäßig" ausgebaut. Baustellen gab es nur eine in Serbien.

Übernachtungen, Essen:
An der ganzen Strecke kein Problem. Viele Schilder verweisen auf Motels und Restaurants. Wir haben circa 29 km hinter Belgrad im Ort Besca, auf halbe Strecke nach Novi Sad im "Hotel sul Centrar" geschlafen und gegessen. Das Hotel hat ein Werbeschild an der E75 und ist in circa 4 Minuten erreicht. Es liegt mitten in dem kleinen Ort, kostet für das Doppelzimmer 2200 Din (ca. 26 Euro) ist sehr sauber und sehr gut ausgestattet. Der Besitzer ist ein wenig stoffelig, spricht aber ein paar Brocken deutsch. Das Hotelrestaurant ist spitze! Zweimal "mixed Grill" 4 Bier, 4 Slivovitz und dickes Trinkgeld 17€. Frühstück war dementsprechend. Brötchen, Tee und Omelett/ Eier.

Tanken:
Kein Problem. Ich habe in Serbien kurz von der ungarischen Grenze getankt. War zwar nicht nötig, weil mein 1,9 Turbodiesel 1000 km Reichweite hat, aber bei den Preisen konnte ich nicht widerstehen. Bezahlen mit Kreditkarte war völlig problemlos.

Fazit:
Aufgrund der immensen serbischen Autobahngebühren für meinen T4 und der notwendigen Übernachtung plus Diesel ergibt die Wirtschaftlichkeitsrechnung nur ein kleiner Vorteil für den Autoput. (ca. 60 Euro)
Somit lohnt diese Alternative nur, wenn man wirklich in den Osten Griechenlands will. Ansonsten erscheint mir die Fähre ab Venedig die bessere Wahl. Für einen PKW ergibt sich eine deutlich bessere Bilanz.

Sicherheit:
Ich hatte ein subjektiv sehr sicheres Gefühl. Das Auto hab ich am Hotel auf einem kleinen Hof abgestellt.

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