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Autoput
Fahrbericht Tschechien - Slowakei - Ungarn - Serbien - Mazedonien - Griechenland

Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex - Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann wieder wie früher benutzt werden.

Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr.

Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst erstellen mit dem Michelin Routenplaner

Autor: Helga Babiel per e-mail vom 20.07.2006

11.06.2006 30.06.2006

Guten Tag und gleich vorab, diese Website hat uns ermutigt den Autoput mit unserem Wohnmobil für die Reise nach Griechenland und zurück in diesem Jahr zu nutzen.
Wir sind gestartet am 11.6.2006 13 Uhr von Zittau in Sachsen über die Autobahnen durch Tschechien (Prag-Brno), Slowakei (bis Bratislava) und Ungarn, zunächst bis Höhe Györ. Am nächsten Tag ging die Reise weiter auf der Autobahn bis Budapest (Ringautobahn) und von dort auf der Privatautobahn an Szeged vorbei bis zur Grenze nach Serbien (Horgos). Alle bis dahin zu löhnenden Mautgebühren haben wir in Euro bezahlt. Für Serbien tauschten wir zum Begleichen der viermal fälligen Mautgebühr in die Landeswährung direkt am Grenzübergang. Somit war sichergestellt, dass wir keinen individuellen Umrechnungsbetrag in Euro bezahlen, wie in Mazedonien geschehen, wo drei Mautstellen zu passieren waren und wo sich allerdings ein Umtausch wegen der geringen Autoputmaut nicht lohnt. 
In Serbien übernachteten wir auf dem Parkplatz des Motels Jerina südlich von Belgrad, welcher ruhig gelegen und großräumig ist. Wir waren die einzigen Gäste. Am 13.6.2006 erreichten wir gegen 16 Uhr unbeschadet die Grenze zu Griechenland.
Der Autoput, welcher streckenweise modernisiert wird, ist in einem besseren Zustand als die Autobahn Prag-Brno, wo man von Betonplattenstoß zu Betonplattenstoß rhythmisch poltert. Ein PKW-Fahrer wird das weniger empfinden und auch Reisende mit wenig Liebe zum Wohnmobil oder mit Leihmobil wird das weniger interessieren. Entlang des Autoput in Serbien gibt es zahlreiche Motelraststätten mit Camping und somit Übernachtungsmöglichkeit. Auf der Hinreise sind wir keinem Wohnmobil oder Wohnwagen begegnet, auf der Rückreise 29./30.6.2006 hingegen schon des Öfteren. Abgesehen von einem ärgerlichen Zwischenfall auf der Rückreise am Grenzübergang von Mazedonien nach Serbien, wo die serbische Grenzbeamtin den Barrierebalken auf unser Wohnmobildach sehenden Auges krachen ließ, können wir den Landweg nach Griechenland nur sehr empfehlen.
Noch einiges Zahlenmaterial:
Mautgebühr für 2 Personen und Wohnmobil (6,50m Länge)
hin und rück
in Tschechien 9 €,
in der Slowakei 12 €,
in Ungarn 14 €,
in Serbien umgerechnet 85 €,
in Mazedonien 21 €.

Serbien im Detail:
Novy Sad 1320 Dinar
Belgrad 1140 Dinar
Nis 3430 Dinar
Autoput Ende 880 Dinar
Von allen Transitländern bot Serbien den günstigsten Tankpreis für Benzin und, uns interessierend, Diesel (80 bis 90 Cent). 
Entgegen dem Autoatlas hat Belgrad keinen Autobahnring, sondern die Stadt muss per Europastraße von Nord nach Süd durchfahren werden, was zu Hauptzeiten anstrengend ist. Rückreisend sind wir 20 Uhr und auf freier Straße zügig durch Belgrad gelangt.
Also: Nur Mut! Mit steigender Touristenzahl werden auch die Menschen von Ex-Jugoslawien  motiviert, ihre Infrastruktur weiter voranbringen.

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