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Autoput
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Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein
erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen
Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex -
Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann
wieder wie früher benutzt werden. Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr. |
Autor: Achim Szalka per e-mail vom 16.09.2006
12.09.2006
Ich bin die Strecke Hannover-Thessaloniki "non-stop" über
Hannover-Magdeburg-Halle-Leipzig-Hof-Passau-Graz dann über Maribo
(Slowenien) Zagreb-Belgrad-Nis-Skopje-Saloniki gefahren. Fahrzeit mit
dauerndem Wechsel betrug mit kurzen Tankstopps 32 Stunden. Horrorstrecke war
die sehr schlechte Strasse durch Slowenien, d h. einspurig durch Slowenien.
Ab Maribor bis zur kroatischen Grenze. Danach Autobahn bis Zagreb. Dort
kurzer Tankstop und die entsprechende ADAC Karte zur Orientierung in
Richtung BEOGRAD zur Grenze gesucht. In Zagreb befindet sich keinerlei
Hinweis auf der Autobahn nach BEOGRAD. Nach Auskunft haben seit dem Krieg
die Kroaten diesen Hinweis abmontiert. Trotz alledem mit der Karte Weg
gefunden. Zur Info muss man sagen, die Autobahnen (hier auch von Ungarn und
von Rijeka) kommen quer in Zagreb Innenstadt an, eine Umgehung gibs nicht!.
Tankstellen in Kroatien sind guter Standard. Tanken in Serbien: Absolute
Abzocke! Mussten kurz vor Belgrad an einer vergammelten Tankstelle tanken,
und ich habe für 60 l Super bleifrei 85 € bezahken müssen, um mir den
Hinweis gefallen zu lassen, ich könne auch in das nahegelegene Hotel Euro in
Dinar wechseln, würde auch nix ändern! Sehr schlechte Autobahn quer durch
Belgrad mit Stadtverkehr! Fahrt in der Nacht durch den Kosovo ohne Problemebis zur mazedonischen Grenze. Ab dort wieder einspurige
Bundesstrasse bis zur griechischen Grenze! Rückfahrt am Tage, hier zu
erwähnen, dass ich mit einem Motorboot die Rückfahrt antreten musste. Erstes
Negativerlebnis in NIS. Dort wollte ich auf der Rückseite einer Tankstelle
kurze Pause machen. Schon bei der Anfahrt auf den Parkplatz sprach mich der
"Abschleppgeier", der dort mit seinem Fahrzeug lauerte an, ob ich das Boot
nicht verkaufen wolle! 3 Minuten später kommt ein Polizeifahrzeug mit drei
Personen besetzt, der Polizist fragt mich nach dem Verkauf des Bootes, ich
sollte doch mit ihm nach Hause kommen er zahle bar! 1 Minute später kommt
ein zweiter "Abschleppgeier", er bot an, wir sollten doch erstmal etwas
trinken! Ich verzichtete nun auf die Pause und fuhr unverzüglich weiter!
Die "Autobahn" in Serbien war teilweise durch schätzungsweise bis zu 12 cm
tiefe Spurrillen bis hinter Belgrad dekoriert, man kann sich vorstellen, wie
sich das Boot auf dem Trailer verhalten hat. Positiver Hinweis: Wenn man das
Schild BEOGRAD 155 KM sieht, kommt eine sehr gute, nagelneue Rasstätte mit
Security! Dort kann man beruhigt tanken essen und rasten! Sehr sauber und
absolut empfehlenswert! Korrekte und freundliche Bedienung. das war aber
auch die einzige, annehmbare Autobahnrasstätte in Serbien! Wozu die Serben
nun die Maut kassieren, weiss ich nicht! Wenn man am Tage sich die
"Autobahn" mit diversen Brücken, die keinerlei Auf-bzw Abfahrten hat
anschaut, und die an der Autoban gelegenen Dörfer betrachtet, wird man
feststellen, an schlimme "DDR-Zeiten" mit vergammelten Häusern, nicht
geteerten Dortstrassen erinnert zu werden. Ein zweiter Horrotrip war wieder
die einspurige Strecke durch Slowenien, hier hatte ich speziell kurz vor
Maribor das Gefühl, das Boot auf dem Trailer "abzuladen". Ich war nun sehr
froh, wieder in Östereich die sehr guten Strassen vorzufinden! Fazit: Dieser
"Trip" von Hannover-Thessaloniki und zurück, die Rückfahrt mit Trailer, hat
mich ca 900 € gekostet, eine Stecke betrug 2360 km. Äussert nervig sind die
dauernden Maut-Stationen!
Eine Alternative Hannover-Venedig-Fähre-Igominitsa währe mir erstens noch
teurer gekommen, zweitens vom Zeitaufwand noch länger: Ich kann die Strecke
als Einzelfahrzeug nur bedingt empfehlen, rechnet sich nur mit 2-3 Personen.
Als Fahrzeug, wie mit meiner Rückreise mit Boot, ein eiziger Horrortrip! NIE
WIEDER!
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