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Autoput
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Die Touristenzahlen in Griechenland sind kräftig zurückgegangen. Ein
erheblicher Grund ist die Unterbrechung der Landverbindung zwischen
Österreich und Griechenland, dem so genannten Autoput durch Ex -
Jugoslawien, gewesen. Ja, Sie lesen richtig - gewesen. Der Autoput kann
wieder wie früher benutzt werden.Allerdings gibt es leider genau wie früher Probleme mit Staus, korrupten Polizisten, bummeligen Grenzbeamten, katastrophalen Straßenabschnitten und vieles mehr. Übrigens die nebenstehende Karte können Sie sich auch selbst
erstellen mit dem
Michelin
Routenplaner |
Autor: Dieter Lange per e-mail vom 27.09.2006
20.09.2006
Hallo zusammen,
mit diesem Reisebericht möchten wir alle die ermuntern den "Autoput" zu
nehmen, die sonst mit der Fähre fahren.
Unsere Hinreise begann am 26.08. morgens um 4:30 in Melsungen, nähe Kassel.
Die Hinfahrt sollte über Nürnberg, Passau, Wels, Graz, Maribor, Zagreb,
Zadar, Split, Dubrovnik, Podgrica, Pristina, Skopie nach Thessalonki und
dann nach Psakoudia gehen. Alles zusammen ca. 2500 Km. Also nicht der
direkte Weg nach Griechenland.
Um es vorweg zu nehmen, die gesamte Reise verlief ohne nennenswerte
Zwischenfälle.
In Podgorica wurden wir wegen einer übersehenen roten Ampel einen
Polizeibeamten angehalten. Nach angedrohten 150 Euro und Verkehrstribunal
blieb es aber dann bei 20 Euro Bestechungsgeld.
Alle Grenzübergänge wurden ohne Wartezeiten passiert, selbst den in den
Kosovo, sowie die Ausreise nach Mazedonien. Hier möchte ich anmerken, dass
eine Reise durch den Kosovo nur tagsüber erfolgen sollte.
Bei der Hinfahrt fuhren wir nur zum Teil den Autoput. So zum Beispiel in
Slovenien, da ist er so wie in vielen anderen Berichten erwähnt wurden. Ab
Skopje waren wir von dem guten Straßenzustand Richtung Süden
überrascht. Wir fuhren den Autoput zum ersten Mal und hatten so unsere
bedenken. Erst ca. 45 Km vor der Grenze nach Griechenland wurde es vor einem
Tunnel einspurig und 5 Km vor dem Grenzübergang wieder zweispurig. Es sollte
aber erwähnt werden, dass sich eine Baustelle in der Nähe des Ortes "Veles"
Richtung Süden befindet und man dort die Autobahn für ca. 5km verlassen muss.
Nur schlecht wenn man hinter einem LKW steckt, da die Auffahrt zum Autoput
sehr steil ist.
Nun zu der Rückreise, über den eigentlichen Autoput.
Der Fahrbahnbelag durch Mazedonien war Richtung Norden, so fanden wir, in
einem viel schlechteren Zustand als Richtung Süden. Von Skopje zur
serbischen Grenze ganz schlecht. Außerdem war es mehr ein Fußweg als eine
Autobahn. Es befanden sich nicht nur Fußgänger auf der Fahrbahn, sondern
Fahrradfahrer und Hunde. Auch gab es Bushaltestellen, so das es zu
regelrechten Fahrbahnüberquerungen kam. Man sollte diesen Streckenabschnitt
nicht im Dunkel befahren.
Die Grenze nach Serbien wurde in Minuten passiert. Auch hier überraschte uns
der Fahrbahnbelag. Der gesamte 2spurige Abschnitt bis kurz vor Leskovac im
guten Zustand. In diesem Bereich gab es die meisten Motels für eine etwaige
Übernachtung.
Der 4spurige Teil des Autoputs bis Nis war in einem guten Zustand, ja zum
Teil neu.
Der Teilabschnitt zwischen Nis und Belgrad würde ich mit den Noten 2-4
beurteilen. Hier kam es wegen erheblicher Überschreitung der
Höchstgeschwindigkeit zu einer
Ermahnung durch einen sehr freundlichen Polisten. 32 Km/h zu schnell, keine
Geld Strafe. Wenn der Belag zu "schlecht" wurde einfach nach links
gewechselt.
Um Belgrad kam es in der Mittagszeit zu viel Verkehr aber ohne Stauungen.
Man sollte hier für Wohnmobilfahrer erwähnen, dass es Steigungen bis 5% gibt.
Der Abschnitt von Belgrad nach Kroatien wieder gut und wenig Verkehr. Schade
das nur 120Km/h erlaubt sind. Die Grenze wurde zügig passiert.
In Kroatien ist die Autobahn komplett 4spurig und gleich nach der Grenze
ganz neu. Hier sind 130Km/h erlaubt, für manche deutsche Autofahrer nicht
akzeptabel. Zumal es kaum Verkehr gab.
Um Zagreb wurde viel gebaut genauso wie um Krapina.
Die Fahrzeit für ca. 2050km lag bei 20 Stunden nonstop, nur tanken und das
hielt sich in Grenzen mit einem Diesel.
Maut haben wir in Euromünzen abgezählt bereit gehalten. Für die gesamte
Strecke ca. 60 Euro inclusive Pikel und 12 Euro Tunnelmaut auf der
Phyrnautobahn.
Die Dieselpreise zu erwähnen ist zu müßig, da sie sich eh ständig ändern.
Kurz vor Fahrt Antritt beim ADAC oder im Internet schlau machen.
Das man eine grüne Versicherungskarte und einen Reisepass braucht, sollte
noch erwähnt werden. Den Reisepass nur in Serbien und Mazedonien.
Für uns kommt nur einmal eine Fährfahrt nach Igoumenitsa in Betracht, wenn
wir die Meteora Klöster besichtigen wollen. Dann brauchen wir nicht von Chalkidiki die 350Km bis dahin zufahren.
Ansonsten kommen wir immer über den
Autoput nach Nordgriechenland. Erwähnen möchten wir noch das uns als Fahrzeug ein Audi Cabrio mit 90 PS
Diesel zu Verfügung stand.
Schönes Fernweh und gute Reise über den Autoput
Dieter & Elke
ps. Tolle Seite, hat uns sehr geholfen.
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